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Pressemitteilung 01.12.2011

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wp.net Pressemitteilung 29.11.2011




„EU-Reform“ - Presseinfo 01.12.2011

Mittelständische Wirtschaftsprüfer begrüßen die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform des Marktes für Abschlussprüfungen

  • Qualität der Abschlussprüfung wird durch obligatorische Rotation erhöht.
  • Trennung von Prüfungs- und Beratungsmandat ist ein wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer 

Berlin, 30.11.2011 – Zu den heute veröffentlichten Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform des Marktes für Abschlussprüfungen erklärt Dr. Johannes von Waldthausen,

geschäftsführender Vorstand von wp.net: „Die Vorschläge der EU-Kommission geben viele gute Ansätze, um die Qualität der Abschlussprüfungen deutlich zu erhöhen und die Rolle der Abschlussprüfer zu stärken.“ Insbesondere die Vorschläge zur Einführung einer obligatorischen Rotation der Prüfungsgesellschaften stoßen bei dem Verband, der eine große Zahl kleiner und mittelständischer Unternehmen für Wirtschaftsprüfung vertritt, auf Zustimmung. Kritisch sieht der Verband allerdings die Tatsache, dass die Kommission in ihren Vorschlägen auf die verbindliche Einführung der gemeinsamen Abschlussprüfung verzichtet hat. „Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die Prüfungsqualität durch Joint Audits maßgeblich verbessert werden“, so von Waldthausen.

In der von der Kommission vorgeschlagenen Trennung von Prüfungs- und Beratungsmandaten sieht der Verband einen wichtigen Schritt, um Interessenkonflikte zu vermeiden und die Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer zu stärken. „Die Kommission greift damit endlich ein Problem auf, dass schon seit langer Zeit – und nicht erst seit der Finanzkrise – in Fachkreisen diskutiert wird“, so von Waldthausen weiter. Auch die Einführung obligatorischer Ausschreibungsverfahren trägt nach Ansicht des Verbandes dazu bei, den Wettbewerb im Prüfermarkt und damit auch die Qualität der Abschlussprüfung deutlich zu erhöhen. 

Grundsätzlich positiv sieht der Verband auch, dass KMU nach den Vorschlägen der Kommission in Zukunft die internationalen Prüfungsstandards nach Maßgabe ihrer Größe anwenden können. Dies führe nach Ansicht des Verbandes zu einem deutlichen Bürokratieabbau bei den kleinen und mittelständischen Prüfungsgesellschaften.

Kritsch betrachtet der Verband hingegen die Einführung eines Europäischen Passes für Prüfungsgesellschaften, durch den Prüfungsgesellschaften ihre Leistungen in der gesamten EU anbieten dürfen. Hier seien vor allem die nationalen Besonderheiten der Mitgliedstaaten und die Aufrechterhaltung des Kammerwesens in Deutschland zu berücksichtigen, so von Waldthausen. Auch müsse die Kommission aufpassen, mit der grundsätzlich begrüßenswerten Beaufsichtigung des Prüfungsgewerbes den Markt nicht zu überregulieren. 

Über wp.net e. V. Verband für die mittelständische Wirtschaftsprüfung
Der 2005 gegründete Verband hat rund 1.100 Mitglieder, die als Wirtschaftsprüfer in eigener Kanzlei oder in mittelständischen Kanzleien, Sozietäten und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften tätig sind. Mehr als 80 Prozent der deutschen Wirtschaftsprüfer sind im Mittelstand tätig. Der noch junge Verband ist angetreten, um dem Mittelstand deutscher Wirtschaftsprüfer mehr Gewicht in Berlin und Brüssel zu verleihen und damit eine Schieflage etablierter Interessenvertretungen der Branche zu Gunsten der vier großen Prüfungsgesellschaften auszugleichen. Nach Meinung des Verbandes kommt der Wirtschaftsprüfung eine Mitverantwortung für das Funktionieren der Marktwirtschaft zu. Ziel ist es daher auch, die Systemrelevanz des öffentlichen Auftrags des Wirtschaftsprüfers nach außen hin darzustellen. Zentrales Anliegen ist außerdem, neben einer Stärkung der Unabhängigkeit und der Eigenverantwortlichkeit des Abschlussprüfers, die Befreiung der Abschlussprüfung von unnötiger Bürokratie zu erreichen, um diese für mittelständische Wirtschaftsprüfer wieder attraktiv zu machen. Die Einbeziehung von wp.net in die Konsultation zum EU-Grünbuch durch die Europäische Kommission sowie die Erreichung wichtiger Veränderungen in der Wirtschaftsprüferkammer bestätigen den Verband darin, auf einem guten Weg zu sein. 

Pressekontakt:
wp.net e. V. Verband für die mittelständische Wirtschaftsprüfung
Corina Ahrendt, Mitglied des Vorstandes
König Albert Haus (Aufgang A)
Markt 9
04109 Leipzig
Mobil +49 (0)1578 2112105

Diese Pressemitteilung kann hier im Download-Bereich als PDF Dokument heruntergeladen werden.

   

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